Rüstanweisung
Eine Rüstanweisung beschreibt einen einzelnen Arbeitsschritt zum Einrichten und Rüsten einer Maschine oder eines Arbeitsplatzes. Mehrere Rüstanweisungen können anschließend zu einem Einrichtplan zusammengefasst und in der gewünschten Reihenfolge ausgeführt werden.
Die Rüstanweisungen werden in myfactory über folgenden Menüpfad verwaltet:
my Business → _mobile → Rüsten → Rüstanweisungen
Basisdaten
Beim Anlegen einer Rüstanweisung wird die ID automatisch vom System vergeben.
Die Basisdaten bestehen aus:
-
Kürzel – eindeutige Kurzbezeichnung der Rüstanweisung mit maximal 30 Zeichen
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Beschreibung – ausführliche Beschreibung der Rüstanweisung
Zusätzlich kann einer Rüstanweisung ein Dokument zugeordnet werden. Die Dokumentzuordnung kann über ein Kennzeichen des Artikelstamms erfolgen oder optional auf ein eindeutig festgelegtes Dokument verweisen. Das zugeordnete Dokument steht dem Mitarbeiter während des Rüstvorgangs als ergänzende Information zur Verfügung.
Datenerfassung von Einrichtwerten
Für eine Rüstanweisung können spezifische Einrichtwerte definiert werden. Diese können entweder als statische Werte vorgegeben oder dynamisch aus unterschiedlichen Datenquellen ermittelt werden.
Einrichtwerte
Dynamische Einrichtwerte werden über eine Spezifikation (Kennzeichen) definiert. Als Datenquellen stehen zur Verfügung:
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Artikel
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Arbeitsgang
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Stückliste
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Stücklistenposition
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Produktionsauftrag
-
Produktionsauftragsposition
Bei Bedarf kann während des Rüstvorgangs die Erfassung eines Einrichtwertes angefordert werden. Der erfasste Wert wird in myfactory mit Bezug auf die ausgewählte Maschine bzw. den Arbeitsplatz gespeichert. Beim erneuten Einrichten derselben Maschine wird der zuletzt erfasste Einrichtwert im Rüstplan der _mobile Anwendung als Erinnerungswert angezeigt. Damit stehen dem Mitarbeiter die Werte der vorherigen Einrichtung unmittelbar zur Verfügung.
Optional kann festgelegt werden, ob der aktuelle Vorgabewert weiterhin verwendet oder durch den zuletzt erfassten Einrichtwert ersetzt werden soll. Diese Einstellung kann auch als Standard vorgegeben werden.
Auf diese Weise können sowohl die vorgegebenen Sollwerte als auch die in der Praxis ermittelten Einrichtwerte für zukünftige Rüstvorgänge genutzt werden.
Referenzwertberechnung
Über eine Formelsammlung können aus den erfassten Einrichtwerten zusätzliche Referenzwerte berechnet und für nachfolgende Prozesse bereitgestellt werden.
So lassen sich beispielsweise in der Qualitätsprüfung individuelle und variable Prüfwerte ermitteln, die sich aus den tatsächlichen Einricht- und Produktionswerten des jeweiligen Fertigungsauftrags ergeben. Dadurch kann die Prüfung dynamisch an den konkreten Auftrag angepasst werden, anstatt ausschließlich mit statisch hinterlegten Vorgaben zu arbeiten.
Die für die Berechnung verwendeten Basiswerte sowie die berechneten Referenzwerte werden vorzugsweise am Produktionsauftrag oder an der Produktionsauftragsposition gespeichert. Das jeweilige Datenziel kann in der Rüstanweisung festgelegt werden.

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